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Schwedenfeuer/ Baumfackeln

Schwedenfeuer oder Baumfackeln sind schöne Licht, – und Wärmequellen im Garten. Sie können relativ leicht selbst hergestellt werden, und sind sicherlich ein ausgefallenes Geschenk an den Gastgeber einer Grillparty.
Laut Wikipedia stammen Schwedenfeuer aus dem 30-jährigen Krieg von 1618 – 1648. Sie wurden benutzt, um Lagerplätze zu erleuchten, um darauf zu kochen und dienten als Wärmequellen. Heute sind Schwedenfeuer auch unter den Namen Baumfackel, Finnenkerze, sibirische Baumfackel und russische Baumfackel bekannt.

Holzauswahl und Holzbeschaffung

Zum Herstellen von Schwedenfeuern sind Weichhölzer wie Kiefer, Fichte oder Tanne geeignet. Wer sein Schwedenfeuer als Laubholz herstellen möchte, wählt Ahorn, Buche oder Eiche. Letztere haben den Nadelhölzern gegenüber allerdings den Nachteil, dass sie mehr glimmen als brennen.
Wichtig ist, dass die Hölzer mindestens eines, besser zwei Jahre abgelagert sind. Frischeres Holz ist noch zu feucht, würde nicht gut brennen und zu starker Rauchentwicklung führen.
Über die Größe einer Baumfackel gibt es keine festen Normen. Stämme von 1 m Höhe und mindestens 30 cm Durchmesser, besser mehr, haben sich bewährt. Je nach Ablagerungsgrad des Holzes brennen sie für zwei bis vier Stunden.

Durch einen Anruf beim Forstamt erfährt der Interessent, wo er das gewünschte Holz abholen kann und erhält Auskunft über die Kosten.

Auf Sicherheit beim Arbeiten achten

Grundsätzlich kann eine Baumfackel mit einer Handsäge hergestellt werden. Diese Methode ist allerdings sehr zeit, – und kraftaufwendig und deshalb bei großen Stämmen nur bedingt zu empfehlen.
Eine bessere Methode ist es, der hölzernen Feuerstelle die erforderlichen Einschnitte mit einer Kettensäge beizubringen.
Auf seinem privaten Grundstück darf jeder mit einer Kettensäge arbeiten, auch dann, wenn er keinen, – für das Arbeiten im Wald vorgeschriebenen Kettensägenkurs – absolviert hat.
Dringend zu beachten sind die Arbeitsschutzmaßnahmen. Eine Schnittschutzhose verhindert Verletzungen an den Beinen. Die Kette bleibt sofort stehen, wenn sie mit den innen liegenden Fasern der Hose in Berührung kommt. Weiterhin sollte zum Schutze der Augen eine Schutzbrille getragen werden. Geeignete Handschuhe verhindern Verletzungen an den Händen.
Beim Sägen muss darauf geachtet werden, dass der Stamm gerade auf einem festen Untergrund steht und nicht wackelt. Kein noch so schönes Feuer ist es wert, Verletzungen in Kauf zu nehmen.

Das Sägen des Stammes

Ein Stamm von ca. 30 cm sollte zwei mal eingesägt, d. h. geviertelt werden. Im Umfang größeren Stämmen können sternförmig mehr Schnitte beigebracht werden. Zu bedenken ist, dass bei mehr Schnitten einerseits mehr Sauerstoff an das Feuer kommt und es besser brennt. Andererseits wird das Schwedenfeuer instabiler, je mehr Schnitte ausgeführt werden. Beim Brennen besteht dann die Gefahr, dass große Stücke herausbrechen und herunterfallen. Um eine ausreichende Stabilität zu gewährleisten, sollten alle Schnitte ca. 20 – 30 cm vor dem Boden beendet werden.

Eine Auflagefläche für einen Grillanzünder kann am einfachsten mit einem Forstnerbohrer im Mittelpunkt der Schnitte eingebracht werden. Ist kein entsprechender Bohrer vorhanden, kann auch ein mit flüssigem Grillanzünder getränkter Lappen in die Schlitze gesteckt werden.

Das Aufstellen der Baumfackel

Zum Abbrennen muss die Baumfackel, – genau wie beim Sägen – auf einem sicheren Untergrund feststehen. Beim Abbrennen kann bei Wind Funkenflug entstehen, oder einzelne Stücke können herausbrechen und herunterfallen. Deshalb dürfen sich im Umkreis von mindestens fünf Metern keine brennbaren Gegenstände befinden.

Herstellen kleiner Schwedenfeuer

Viel weniger Arbeitsaufwand verlangen kleine Schwedenfeuer. Die Schnittführung bleibt gleich. Auch hier ist auf einen ausreichenden Schnittabstand zum Boden der Fackel zu achten. Die Schnitte könne hier leicht mit einer Tischkreissäge, einer Bandsäge oder von Hand mit einem Fuchsschwanz ausgeführt werden.
Diese kleine Ausführung ist für kleine Gärten geeignet, oder auch zur stimmungsvollen Beleuchtung mit vielen Lichtern in größeren Gärten.

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